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Antikes Delphi
Griechenland
Orakel das die antike Geschichte beeinflusste

Delphi ist zugleich ein Schatzhaus der Geschichte
Griechenlands und sagenumwobener Ort mit mystischer Ausstrahlung.
Wer je den spektakulären Ausblick genossen hat, der sich vom
Tempelbezirk mit seinen vielen antiken Sehenswürdigkeiten bietet,
wird nachempfinden können, dass die Griechen im Altertum Delphi für
den „Nabel der Welt“ hielten.
Von diesem „Adlerhorst“ auf steiler Felswand an
den Hängen des Parnass-Gebirges schweift das Auge weit über ein Tal
mit Zypressen und Oliven und dann in die blaue Ferne im Süden, den
Golf von Korinth. In Delphi trafen sich der Sage nach einstmals zwei
Adler wieder, die Göttervater Zeus von entgegen gesetzten Enden der
Welt ausgesandt hatte. So war der „Mittelpunkt“ der Welt gefunden.

Seine Berühmtheit verdankt Delphi vor allem dem Orakel des Apollon,
das um 400 v. Chr. den Höhepunkt seiner Bedeutung erlangte. Damals
kamen Scharen von Pilgern aus ganz Griechenland hierher, um sich aus
dem Mund der Orakelpriesterin, der Pythia, den Rat des Gottes zu
holen, der als unfehlbar galt. So wurden in der Geschichte
Griechenlands nach dem Spruch des Orakels Kriege angezettelt, Ehen
geschlossen und lange Reisen unternommen.
Die Pythia saß auf einem Dreifuß über einer
Erdspalte, aus der berauschende Gase aus dem Erdinneren aufstiegen.
Diese versetzten die Seherin in Trance und ermöglichten ihr
Weissagungen von visionärer Kraft. Oft waren ihre Prophezeiungen
ebenfalls sehr „nebulös“ und wurden von Priestern zusätzlich in
doppeldeutige Verse gehüllt: Rätsel also, deren Lösungen die Pilger
auf dem Heimweg lange grübeln ließen.

Heute „pilgern“ die Urlauber der Neuzeit auf der gewundenen Heiligen
Straße durch die Ruinen der Antike, vorbei zunächst an
Schatzhäusern, die einst zur Aufbewahrung von Weihegeschenken aus
der ganzen griechischen Welt dienten. Weiter bergauf folgen dann die
Reste des Apollon-Tempels, früher Sitz des Orakels.
Dieser große Bau beherbergte im antiken Griechenland eine goldene
Apollon-Statue und einen Herd, der immer brannte. Am Eingang waren
philosophische Sprüche wie „Erkenne Dich selbst“ und „Nichts im
Übermaß“ eingemeißelt.
Eine weitere Sehenswürdigkeit der Anlage liegt etwas oberhalb des
Apollon Tempels: das gut erhaltene Theater aus dem 4. Jh. v. Chr.
bot etwa 5000 Zuschauern Platz. Sie konnten hier beispielsweise
musische Wettbewerbe, wie den Gesang zur Kithara, genießen.
Die sportlichen Wettkämpfe wurden im Stadion am höchsten Punkt des
antiken Ortes ausgetragen.

Das nahe gelegene Museum beherbergt zahlreiche kostbare
Sehenswürdigkeiten wie den lebensgroßen, bronzenen Wagenlenker und
den bienenkorbförmigen Omphalos, dieser Stein markierte einst den
Mittelpunkt der antiken Welt.
Nach einem Besuch der antiken Stätte laden zahlreiche Unterkünfte in
der näheren Umgebung - von der gemütlichen Privatpension bis zum
stilvollen Spitzenhotel - zum Verweilen ein und bieten unverfälschte
griechische Gastfreundschaft.
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