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GESUNDHEIT UND GRIECHENLAND

 

 

Hitzewelle im Juli 2007 in Griechenland

Bild aus Igoumenitsa am 25.07.2007

GENERELLE SCHUTZMASSNAMEN BEI HITZEWELLEN IN GRIECHENLAND

  • Vermeiden Sie Sonnenbäder, man wird auch im Schatten braun. Verbleiben Sie an schattigen Orten und vermeiden Sie Menschenmengen.

     
  • Vermeiden Sie körperliche Anstrengung, besonders an Orten mit hohen Temperaturen, Windstille und hoher Luftfeuchtigkeit. Wandern Sie nicht zu lange und joggen Sie nicht unter der Sonne.

     
  • Bevorzugen Sie leichte luftdurchlässige Kleidung die auch das schnelle Verdunsten des Körperschweißes ermöglicht. Tragen Sie in der Sonne immer eine leichte Kopfbedeckung die frische Luft an Ihren Kopf nicht verhindert

     
  • In großer Hitze ist leichte Kost angesagt, mit Schwerpunkt Obst und Gemüse bzw. Salate und meiden Sie fettiges Essen. Trinken Sie reichlich Wasser, Säfte und Eistee.
    Wenn Sie stark schwitzen, sollten Sie mehr Salz als gewöhnlich zu sich nehmen damit der Flüssigkeitshaushalt erhalten bleibt. Vermeiden Sie möglichst Alkoholische Getränke, da diese den Körper zusätzlich entwässern. Raucher sollten weniger Zigaretten rauchen, denn diese belasten zusätzlich den Kreislauf.
    Ob Kaffee den Körper entwässert oder nicht ist von verschiedenen Wissenschaftlern umstritten. Hier könnte die griechische Weißheit "παν μέτρον άριστον" Anwendung finden, also "alles in Maßen ist die Perfektion".

     
  • Es werden mehrere kühle Bäder im Meer empfohlen, ziehen Sie sich dann aber in den Schatten zurück. Wenn kein Meer in der Nähe ist duschen Sie mehrmals lauwarm, nicht ganz kalt. Wenn Ihnen etwas mulmig wird hilft oft ein nasses Handtuch um den Hals und/oder auf dem Kopf. Tragen Sie immer geeignete dunkle Sonnenbrillen die Sie vor starken Sonnenstrahlen schützen.

     
  • Menschen die chronische Krankheiten haben, besonders Herz-Kreislaufprobleme und
    Erkrankungen der Luftwege, sollten ihren Arzt fragen wie sie sich zu verhalten haben.
    Ihr Arzt wird Ihnen auch sagen ob Sie Ihre Medikamente reduzieren oder absetzen sollen, im Fall einer Hitzewelle, da einige die Körpertemperatur zusätzlich ansteigen lassen

     
  • Vermeiden Sie lange Reisen in unklimatisierten Fahrzeugen, während großer Hitze und tragen Sie beim Motorradfahren immer einen Helm, der Sie zusätzlich vor der starken Sonneneinstrahlung schützt.

     
  • Das regelmäßige eincremen mit einer guten Sonnencreme sollte nicht nur an Hitzewellen nicht vergessen werden. Statistisch erkrankt jeder dritte Australier schon an Hautkrebs.

 
WAS SIE BEI NEUGEBORENEN UND KLEINKINDERN BEACHTEN SOLLTEN  

  • Die Neugeborenen sollen sehr leichte Kleidung tragen. Arme und Beine sollen frei sein und die Windeln nicht zu straff sitzen.

     
  • Bei Hitze geben Sie ihnen oft ausser Milch auch andere Flüssigkeiten wie Kamillentee und Wasser
  • Kleinkinder sollten wie auch Erwachsene mehr Früchte und Gemüse bekommen.
    Fetthaltige Nahrung ist zu vermeiden.

     
  • Kinder allgemein sollen nicht lange in der Sonne verweilen und immer einen Kopfschutz tragen.

     
  • Wenn kein Meer in der Nähe ist sollten Kleinkinder mehrmals lauwarm abgeduscht werden

 

 

 

Einige Tipps zur Ernährung in Griechenland

 

Wassermelonen

Außer der hohen Flüssigkeitszufuhr beinhaltet Melonenfleisch wichtige Mineralstoffe und Spurenelemente. Der attraktive Preis und der tolle Geschmack verführen ja geradezu einige saftige Stücke zu verzehren.
Die Melonen, sind auch ideal die Kinder mit Flüssigkeit und Mineralstoffen zu versorgen, da diese oft vergessen bzw. vernachlässigen etwas zu trinken, was gerade in den Sommermonaten in Griechenland ganz wichtig ist.
Probieren sie auch mal Wassermelone mit Feta Käse. Bringt zusätzlich Calcium und schmeckt gar nicht mal so schlecht. 

 

Olivenöl

Die positive Wirkung von reinem kaltgepresstem Olivenöl ist mittlerweile unstrittig und sehr oft dokumentiert.
Wie ich von älteren Leuten schon oft hörte und letztens von einem griechischen Homöopathen im TV bestätigt, hilft ein Esslöffel Olivenöl morgens auf nüchternen Magen gegen viele Beschwerden.

So sollen sich Magenschmerzen lindern und behandeln lassen.
Bei Darmbeschwerden und Verstopfungen kann auf Dauer auch eine positive Wirkung erfahren werden.

Gerüchte das ein Schnapsglas vor dem Trinken von Alkohol trinkfester machen soll konnten mir diverse Partygänger nicht bestätigen.

Ich kann mich noch sehr gut erinnern dass früher die Griechenlandurlauber im Programm hatten, einen Durchfall durch die Nahrungsumstellung auf griechische Küche zu bekommen da sie nicht an das Olivenöl gewohnt waren.
Durch die allgemeine Akzeptanz und regelmäßigem Verzehr von Olivenöl ist dieses Phänomen nicht mehr vorhanden.
In einem gesonderten Artikel werden wir uns ausgiebiger mit diesem "Wunderöl" befassen.

 

Griechische Mediterrane Küche

Von sehr vielen Ernährungswissenschaftlern ist mittlerweile die mediterrane Ernährung als eine der gesündesten der Welt anerkannt. Mit Mediterraner Küche ist die ganze traditionelle griechische Küche gemeint, die auch viel Gemüse, wilde Salate, Obst und natürlich das kaltgepresste Olivenöl beinhaltet.
Vor nicht mal all zu langer Zeit gab es nicht fast jeden Tag Fleisch, deftig gekocht und möglichst auf riesigen Fleischplatten pro Person, wie sie es von den griechischen Restaurants in Ihrer Stadt gewohnt sind.
Es wurde gegessen was der Garten in der jeweiligen Jahreszeit in Griechenland hergab und das war reichlich und gesund, da ohne künstliche Dünger und chemische Schädlingsbekämpfung.

Vieles vom Gemüse das übrig blieb wurde in Essig mit Zitrone, Kümmel, Lorbeerblättern usw. eingelegt in Tongefäße.

Eingelegte Oliven
gehören immer noch zu vielen Gerichten mit auf den Tisch. Diese, die zum Verzehr bestimmt sind, werden per Hand einzeln ausgesucht und in Wasser und Essig eingelegt. Je nach Familienrezept kommen weitere Zutaten dazu, wie Zitrone, Knoblauch, Lorbeerblätter, Oregano usw. Manche schneiden sie vor den einlegen ein, andere wiederum nicht.
Das kommt ganz auf den Geschmack, die Methode und welche der vielen Olivenarten es ist an


Fleisch
gab es, wenn überhaupt, nur Sonntags oder an besonderen Anlässen.
Jeder Haushalt auf dem Land hatte zwei drei Milchziegen oder mindestens ein paar Schafe.
Es waren keine gemästeten fetten Tiere, sondern sie wurden nur mit dem ernährt was sie selber von morgens bis abends grasten. Nur bei schlechten Wetter, gab es mal etwas Heu.
Die Ziegen warfen zwei bis vier kleine zwei mal im Jahr, die Schafe ein bis zwei Lämmer.
Die weiblichen wurden meist behalten, die männlichen nach und nach geschlachtet. Zusammen mit den obligatorischen Hühnern die jeder Haushalt hatte, waren dies oft die einzigen Fleischquellen der Familie.
Manchmal wurden auch Kaninchen, Truthähne, Gänse und Enten gezüchtet.

Fisch
Nahe am Meer sind viele selber fischen gegangen, teilweise mit längst vergessenen Methoden. Da das Mittelmeer auch nicht durch die alles zerstörende Fischkutter leer gefischt war, konnte man davon ausgehen auch mindestens eine Tagesration zu fangen.
Als Köder wurde Muschel- oder "Mini" Krebsfleisch benutzt. Alternativ wurde trockenes Brot mit etwas Feta Käse und dem Fleisch einer Sardine oder sonstigem kleinen Fisch zu kleinen Köderkugeln geformt.
Lesen Sie hier auch über die Tintenfischjagd mit der Harpune..

Schnecken
Im Herbst nach dem ersten Regen, zogen die Leute los und suchten auf den Bergen nach Schnecken (in Epirus "Borbólia" genannt), die nach dem regen aus ihren Verstecken kamen.

Nüsse
Vor allem Mandeln und Walnüsse wurden, wenn sie reif waren, in der Sonne getrocknet und trocken gelagert. Sie wurden entweder abends etwas am Kaminfeuer geröstet und gegessen oder für die Herstellung verschiedener Kuchen und einigen Gerichten benutzt

Feigen
wurden roh gegessen und der Überschuss in der Sonne getrocknet, mit einer Schnur zu Kringeln gebunden und im Winter gegessen. 

Kräuter
werden in Griechenland frisch und auch trocken benutzt, je nach Jahreszeit und Art.
So sammelt man z.B. Oregano (Rígani) der als kleiner Strauch wächst und hängt ihn gebündelt kopfüber in die Sonne und den Wind zum trocknen. Anschließend wird er von den dünnen Ästen abgerieben und möglichst Luftdicht in Gläsern oder Tupperware aufbewahrt.
Weitere oft benutzte Kräuter sind Salbei, wilder Dill (Ánithos), Minze, Thymian, Rosmarin, Lorbeer und natürlich Basilikum. Bis auf wilden Dill den man heutzutage sehr gut im Tiefkühlfach aufbewahrt, werden die anderen Kräuter sowohl frisch als auch getrocknet benutzt.
Was mich in Deutschland wunderte war der Preis den man für wenige Lorbeerblätter zahlte.
Hier wachsen ganze Bäume davon. Eigentlich eine Geschäftsidee für Griechenland, reichlich Lorbeerbäume auf einem Stück dürren Berg pflanzen :-)

Salbei heißt auf griechisch Faskómilo und unser Nachbarort heißt Faskomiliá. Da können Sie sich vorstellen das der wild auf den Bergen wachsende Salbei Tonnenweise gesammelt, getrocknet und exportiert wird. Ein bekannter Salbeipflücker beschäftigt mehrere Hilfskräfte und exportiert zwischen 5 und 10 Tonnen! Salbei im Jahr. Der größte Teil seiner Ernte geht an einen Kosmetikhersteller in Frankreich.
Wer Interesse an Salbei hat, wir können gerne Kontakte zu mehreren Pflückern herstellen.

 

 

 

 

 

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