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Region Arkadia in Peloponnes Griechenland.

 

 

Arkadia

(griechisch Αρκαδία - auch Arkadien) ist eine der fünf Präfekturen  der griechischen Verwaltungsregion Peloponnes.

Sie entspricht ungefähr dem aus der Antike bekannten abgeschlossenen Berg- und Hochland Arkadien, liegt in der Mitte der südgriechischen Halbinsel Peloponnes und hat nur einen relativ schmalen Zugang zur peloponnesischen Ostküste am Osthang des Parnon-Gebirges.

Hauptstadt der Präfektur ist die Stadt Tripoli.

Tripoli

(griechisch Τρίπολη), oder Tripolis, im Mittelalter Drobolitza, ist die Hauptstadt der Verwaltungsregion Peloponnes und der Präfektur Arkadien in Griechenland. Tripoli ist mit 25.500 Einwohnern (Stand 2001) die größte Stadt Arkadiens.

Die größten Ausbildungseinheiten sowohl der griechischen Armee als auch Luftwaffe sind in Tripoli stationiert.

Tripoli ist Partnerstadt von Peine in Niedersachsen.

Geschichte von Tripoli

Tripoli ist eine mittelalterliche Gründung. Die erste Siedlung entstand zwischen dem 8. und 10. Jahrhundert durch slawische Siedler. Der erste Name des Ortes Droboliza wird von dabr, altslawisch für Eiche, abgeleitet. Während der venezianischen Herrschaft (1685-1715) war Tripoli ein bedeutendes wirtschaftliches und politisches Zentrum mit ca. 10.000 Einwohner. Auch während der Osmanischen Herrschaft war die Stadt das Verwaltungszentrum des Peloponnes.

Tripoli war die erste große Stadt, welche in der Griechischen Revolution von den Aufständischen gegen das Osmanische Reich erobert wurde. Sie fiel am 5. Oktober 1821 den Einheiten von Theodoros Kolokotronis in die Hände. Es kam zu einem Massaker an der etwa 8.000 Mann großen Festungsbesatzung. Als Ibrahim Pascha am 22. Juni 1825 den Ort zurückeroberte, wurde im Gegenzug die christliche Bevölkerung Opfer eines Blutbades und die Stadt niedergebrannt.

Astros

(griechisch Άστρος) liegt in der fruchtbaren Ebene des Tanos und ist der Verwaltungssitz der 12.825 Einwohner zählenden Gemeinde Nord-Kynouria.

Etwa 5 km östlich am Meer liegt das ehemalige Fischerdorf Paralion Astros das heute ein beliebter Badeort ist.

4 km von Astros, Richtung Tripoli befindet sich das im 12. Jh. erbaute Kloster Sotiros Loukous.

Megalopoli

neugriechisch Μεγαλόπολη, antik Megalópolis ist eine Stadt im Südwesten Arkadiens in Griechenland.

Sie liegt in der östlichen Mitte einer großen Hochebene, nahe der Stelle, wo der aus dem Arkadischen Hochland kommende Fluss Elisson in den bedeutenden, zum Ionischen Meer führenden Alfiós oder Alphiós, mündet.

Das antike Megalópolis

Das antike Megalópolis wurde 371 v. Chr. vom thebischen Feldherrn Epaminondas mit dem Ziel gegründet, ein politisches Gegengewicht zu Sparta zu bilden. Es entstand am Ufer des Elisson durch Zusammenlegung von 40 Orten zur megále pólis. Als neues arkadisches Zentrum wurde es Sitz des 370 v. Chr. gegründeten Arkadischen Bundes.

Es war um 201 v. Chr. der Geburtsort des bedeutenden griechischen Historikers Polýbios.

Zu den bedeutenden antiken Überresten der Stadt nördlich des Elisson gehört das in seinem Ausmaß und Grundriss noch gut erkennbare Theater, das 20000 Plätze gehabt haben soll und damit das größte bekannte Theater war, sowie die aus dem 4. Jahrhundert v.Chr. stammende nördliche Stoa der Agora. Diese war ca. 155m lang, heute sieht man dort die einzige vollständige monumentale ionische Säule des 4. Jahrhunderts v. Chr. in Griechenland. Das Theater soll auch der politische Versammlungsplatz des Arkadischen Bundes gewesen sein.

Pausanias, dessen Bücher „Beschreibung Griechenlands" erhalten sind, belegt über das Megalopolis gegen ca. 180 n. Chr. dass es „seinen alten Wohlstand verloren hat, und zu unserer Zeit größtenteils in Ruinen liegt ...“ (VIII, 33,1).

Im Mittelalter fiel Megalopolis unter Osmanischer Herrschaft in Vergessenheit.

Megalópoli heute

Die erst in der Neuzeit (wieder-) entstandene Stadt Megalópoli hatte 2001 ca. 5000 Einwohner und ist wirtschaftlich und verkehrlich ein wichtiges Unterzentrum. Dörfer und Gemeindeteile von Megalópoli: Perivolia, Vrysoules

Geographie von Megalopoli

Die Wasser des Alphios und seiner zahlreichen Zuflüsse aus den umliegenden Bergen haben sich an der nordwestlichen Ecke der Ebene einen Durchbruch durch die Berge geschaffen. Sie be- und entwässern seit jeher die teils bewaldete, teils bewirtschaftete fruchtbare und auch in der trocken, heißen Sommerzeit lange grünen Ebene.

1969 und 1990 wurden zwei kalorische Kraftwerke in Betrieb genommen, die mit in der Ebene im Tagebau abgebauter schwefelhaltiger Braunkohle befeuert werden. Die auf Satellitenaufnahmen gut erkennbaren Tagebauflächen haben bis 2003 ca. 30% der Ebene zerstört. Die Kraftwerke dominieren die Ebene und die Stadt in zweierlei Weise: In Stadt, Ebene und Umgebung sind die Arbeitsplätze vieler Menschen an die Kraftwerke gebunden. Die Emissionen aus der Braunkohleverstromung sind extrem. Sie verteilen sich über die ganze Ebene und darüber hinaus.

Megalopoli ist durch mehrere Straßenverbindungen ein wichtiger Verkehrsknoten von Nordosten nach Westen und Süden. Eine vierspurige Autobahn (Autobahn 7) durch die Ebene von Nordost nach Südwesten ist erst teilweise trassiert, bzw. in Betrieb (2006); sie soll den Südwesten (Kyparissia, Pylos) und den Süden (Kalamata) für den Nordosten (Tripolis, Korinth) und Athen wirtschaftlich erschließen.

Eine meterspurige Schmalspurbahn von Korinth über Tripolis und Megalopoli nach Kalamata existiert seit ca. 1890. Seit 2002 wird die einspurige Trasse generalüberholt. Da die kurvenreiche, der gebirgigen Topologie folgende Streckenführung beibehalten wurde, hat die Bahn auch nach ihrer Wiederinbetriebnahme keine wesentliche Bedeutung für die wirtschaftlichen Infrastruktur des Peloponnes erlangt.

Die landschaftlich und ökologisch intakten Bereiche, der Nordostteil der Ebene, die Alphios-Schlucht in der Nähe des nördlich gelegenen Städtchens Karitena und vor allem die Lousios-Schlucht nordwestlich der Ebene sind wichtige Naherholungsgebiete für die Bewohner der Städte Megalopoli und Leontari in der Ebene. Sie sind auch für den Tourismus interessant.

 

 

 

Dieser Artikel basiert u.a. auf dem Artikel Arkadia aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
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