Makedonien, die abwechslungsreichste Region
Griechenlands
Makedonien, die größte Region
Griechenlands, bildet im Norden die Grenze nach Albanien, F.Y.R.O.M
und Bulgarien, und reicht im Süden mit der dreifingrigen Halbinsel
Chalkidiki bis zum Ägäischen Meer. Östlich grenzt Makedonien
an die Region griechische Thrakien.
Makedonien war schon zu antiken Zeiten bis weit über seine
Landesgrenzen hinaus bekannt, was nicht zuletzt auf Alexander den
Großen zurückzuführen ist. Heute ist Makedonien eine der
abwechslungsreichsten und schönsten Urlaubsgebiete Griechenlands,
dessen Sehenswürdigkeiten und Erholungsmöglichkeiten für jeden
Geschmack das Passende parat halten.
Thessaloniki, die
Hauptstadt der Region Makedonien, liegt direkt am Wasser.
Hier kann man aus einer reihe Cafés aufs Meer blicken und den
Verkehr im etwas entfernten Hafen beobachten.
Von den mittelalterlichen Befestigungsanlagen aus hat man einen
herrlichen Ausblick auf den Olymp, dem mythenumwobenen
Wohnort der
griechischen Götter. Für diese lebhafte Metropole, die übrigens
die größte Stadt Nordgriechenlands ist, sollte man mehrere Tage
einplanen, um zumindest den „wichtigsten“ Sehenswürdigkeiten die
Zeit zu widmen, die ihnen gebührt.
Von der Hauptstadt Makedoniens führt der Weg in die alten
Königsstädte. In Pélla, dem Geburtsort Alexanders des Großen,
gibt es interessante Ausgrabungsstätten zu besichtigen, die bislang
nur zum Teil für Besucher zugänglich sind. Hier sind die Grundmauern
einiger großen Villen mit ihren wunderschönen Bodenmosaiken zu
erkennen.
In Vergína
wurde unter einem riesigen Hügel das unversehrte Grab König Philipp
II. entdeckt. Hier findet man auch das ungewöhnlichste Museum
Griechenlands: es befindet sich im Grabhügel und gewährt eine
sehr realitätsgetreue Besichtigung des Königsgrabs und weiterer
Grabstätten.
Auch das malerisch vor dem Olymp gelegene Díon zählt
zu den Königsstädten. Neben den Ruinen des Isis-Heiligtums und
Bauten aus der Römerzeit ist im Archäologischen Museum eine
erstaunlich gut erhaltene hydraulische Orgel aus dem 2. Jahrhundert
n. Chr. zu sehen.
Um die vielen Eindrücke der Königsstädte zu verarbeiten, kann man
mit frischen Kräften die vielen byzantinischen Kirchen von
Kastoria besichtigen. Von Kastoria aus ist es nicht weit
zu der Stadt Edessa mit den berühmten Wasserfällen.
Das Wasserfreiluftmuseum informiert den Besucher neben
interessanten Details zum Thema Wasser auch über die Wassergewinnung
in der Antike. Dieses beeindruckende Naturschauspiel, das idyllisch
zwischen Mandel- und Feigenbäumen gelegen ist, vermittelt dem
Betrachter die Vielseitigkeit der makedonischen Landschaft.
Diese Eindrücke verfestigen sich, wenn man zu dem westlich von
Edessa gelegenen Vegoritis-See weiterfährt. Dieses
Naturschutzgebiet ist ebenfalls ein Rückzugsort für bedrohte
Tierarten, wie der nahe gelegene Prespa-Nationalpark.
Um den Prespasee herum kann man Rosa- und
Krauskopfpelikane entdecken, die leider sehr selten geworden sind.
Für Kenner des griechischen Weins ist die Stadt Naoussa ein
guter Tipp. Die Stadt ist berühmt für ihr Weinbaugebiet, das den
Mavro Naoussis hervorbringt, einer Rotweinsorte, die weit über
Makedonien hinaus bekannt und geschätzt ist.
Nach soviel Natur und Ruhe ist eine Abwechslung am Strand genau das
Richtige. In Platamonas kann man das wunderbar klare Wasser
genießen und anschließend einen Bummel durch den Ort und zu seiner
etwas außerhalb gelegenen byzantinischen Burg machen. Hier finden
viele kulturelle Ereignisse wie Konzerte und Theater statt, wozu die
Burg eine ideale Kulisse bildet. Auch Katerini ist ein sehr
beliebter Urlaubs- und Badeort, der durch seine verkehrsgünstige
Lage zu Thessaloniki und weiteren wichtigen Orten eine gute
Ausgangsbasis für Tagesausflüge in die Region ist.
Hierzu bietet sich ein Abstecher zum
Felsen der Götter Olymp,
gut an. Auch die Klöster im benachbarten Kalambaka Thessalien,
die auf den Meteóra-Felsen zu kleben scheinen, sollte man
nicht versäumen. Das wohl sehenswerteste Kloster ist das
Mönchskloster Megálo Metéoro. Am bequemsten dagegen gelangt
man in das Nonnenkloster Ágios Stéfanos, dessen Besichtigung
keine Kletterkünste erfordert.
Über die nördliche Chalkidiki
an den Seen Limni Koróna und Limni Vólvi vorbei,
gelangt man nach Amfípoli. Hier wird man von einer
monumentalen Löwenplastik empfangen, die aus ausgegrabenen
Fragmenten rekonstruiert wurde. Auch Reste der alten Stadtmauer und
das Fundament von vier frühchristlichen Basiliken lassen vermuten,
wie das antike Amphípolis wohl ausgesehen haben könnte. In
Philíppi, das von König Philipp II. wahrscheinlich wegen
der nahegelegenen Goldminen gegründet wurde, betritt man
historischen Boden. Hier wurde in der Nähe der Stadt eine wichtige
Entscheidungsschlacht der Römer geschlagen; die beiden Cäsar-Mörder
Cassius und Brutus wurden von Octavian und
Antonius besiegt und getötet. Dies darf man sich natürlich nicht
als ritterlichen Zweikampf vorstellen, da sich zwei große Heere in
dieser Schlacht gegenüber standen. Etwa ein Jahrhundert später
gründete der Apostel Paulusdie erste christliche Gemeinde
Europas. Von diesen bedeutenden Ereignissen wurde durch
Ausgrabungen noch einiges ans Tageslicht geholt: die beinahe vier
Kilometer lange Stadtmauer aus byzantinischer Zeit, die zu einer
Burgruine führt, die Reste zweier frühchristlichen Basiliken, die
Akrópolis mit einem gut erhaltenen Theater und das relativ große
römische Forum sind beeindruckende Zeitzeugen aus bewegten Tagen.
Und wer schon immer gern im Schlamm suhlen wollte, kann dies im
Schlammbad von Laspóloutra bei Phílippi nach
Herzenslust tun. Man sitzt in einem Schlammloch und lässt den
schwarzen, mineralhaltigen Schlamm auf der Haut trocknen. Inwieweit
diese Prozedur Heilwirkung hat, möchte dahingestellt bleiben;
jedenfalls ist es ein herrliches Vergnügen, das man sich nach
Möglichkeit nicht entgehen lassen sollte.
Die Reise endet schließlich in Kavála, einer Stadt, die an
Sehenswürdigkeiten Thessaloniki in nichts nachsteht. Ein
Spaziergang durch das historische Zentrum, das von mittelalterlichen
Stadtmauern umgeben ist, Museumsbesuche und schöpferischen Pausen in
diversen Tavernen sollte man sich vor dem Rückflug in den
prosaischen Alltag durchaus noch gönnen.
Aufgrund der vielen bedeutenden Bauten, Stätten und Orten oder der
unterschiedlichsten Landschaften konnte dies nur einen Teil der in
der Region Makedonien beheimateten Sehenswürdigkeiten
anschneiden. Sicher ist, dass man Makedonien nicht in einem
Urlaub bis ins Detail entdecken kann; womöglich ist gerade
die erste Reise in diese wunderschöne Gegend Griechenlands der
Auftakt für viele weitere Besuche und den damit verbundenen
Erlebnissen.
OFF TOPIC:
Wir sind zwar eine Reiseseite können uns aber nicht verkneifen,
Ihnen zum bekannten Namensstreit mit dem benachbarten Skopje,
bekannter als F.Y.R.O.M., ein Videodokument zu zeigen, in dem
ziemlich zum Schluss der ehemalige Außenminister die wahren Gründe
zugibt über die "Spielchen" über den Namen, Alexander und angebliche
Ansprüche auf ganz griechisch Makedonien bis Thessaloniki und
Thessalien:
(Griechisch mit englischen Untertiteln)
Zeichnung einer Mazedonischen antiken Münze 1899.
Sieht die Schrift slawisch aus?