Zagoria oder
Zagori Dörfer in Epirus Griechenland
Zagoria
ist slawisch und bedeutet "das Land
hinter den Bergen"
Ca. 30 km nördlich von Ioannina
liegt das Gebiet Zagoria.
Es umfasst 46 Dörfer (44 sind bewohnt) die typisch für
Zagori mit den Steinen aus der Umgebung gebaut wurden und ist
einzigartig in Griechenland. Obwohl die Jugend vorwiegend in
das nahe Ioannina gezogen ist, sind fast alle Dörfer
bewohnt.
Es ist eine wilde aber auch gleichzeitig wunderschöne
Berglandschaft.
Die Zagoria sind ein beliebtes Wanderziel. Es werden
auch geführte Wanderungen angeboten (Dauer ab ca. 5 Std.
Kosten ca. 25 Euro Euro/Person).
Mindesteilnehmerzahl sind 3 Personen.
Es empfiehlt sich angepasstes Schuhwerk mitzubringen.
Am bekanntesten ist die Vikos
Schlucht mit einzigartiger Schönheit.
Sie ist laut Guinness Buch die tiefste Schlucht der
Welt.
Von Vitsa aus, einem weiteren Zagoria Dorf, kann man
wunderschöne Wanderungen machen. Durchquert man Vitsa,
kommt man als nächstes nach Monodendri, einen der
Ausgangspunkte für eine Wanderung in die Vikos Schlucht.
Ein Weg führt zu einem hervorragenden Aussichtspunkt in die fast
1000 m tiefe Schlucht.
Im griechischen
Bürgerkrieg wurde sie zur Heimat der Partisanen, die sich
nach dem Vorbild des griechischen "Ché
Guevara", Aris Velouchiotis, in den Winkeln der Berge
verschanzten. Wenige Jahre zuvor, 1941, hatten die Italiener
die albanische Grenze überschritten und blieben in den
Schluchten von Epirus stecken. Tausende Freiwillige waren
in den Norden gezogen, ihr Vaterland Griechenland vor den
Eindringlingen zu schützen, denn die Wunden der 400 jährigen
osmanischen Herrschaft waren noch nicht geheilt. Sogar Odysseas
Elitis, 1978 mit dem Nobelpreis für Literatur geehrt,
eilte an die epirotische Front Griechenlands und
tauschte die zarte Feder gegen das Gewehr. Schwer verletzt kehrte er
aus den Bergen zurück, was ihn nicht daran hinderte, der
Landschaft des Epirus einen hymnischen Gedichtband zu
widmen: »Die mönchischen Felsen mit kaltem Haar/ schneiden
schweigend das Brot der Ödnis entzwei.«
Auch Zagoria - weit entfernt
von der lauten Hauptstadt Griechenlands- blieb vom
Tourismus nicht verschont. Es wurde aber von Anfang an darauf
geachtet traditionell aus Steinen zu bauen, so das der Charakter der
Region erhalten bleibt.
Über 200 000 Besucher kommen jedes Jahr. Doch neun von zehn sind
Griechen. Sie haben genug vom Meer und den trockenen
Inseln mit ihrem Trubel. Zagoria sind das Ziel nicht nur im
heißen Sommer sondern auch über die Winterfeiertage sind die
Hotels und Unterkünfte dort seit langem ausgebucht. Dort
erinnern sich die älteren und zeigen auch den jüngeren Generationen,
das ursprüngliche traditionelle Griechenland, wie Sie selber
vor nicht zu langer Zeit aufgewachsen sind, in ihren eigenen
Dörfern.
Die etwas kantigen Einwohner passen zu der Landschaft
als ob diese eigens für sie geschaffen wurde und nicht umgekehrt.
Zwei Hauptschlagadern beleben die
Felsen, die Flüsse Aoos und Voidomatis.
Dazwischen erstreckt sich das zweitgrößte Naturschutzgebiet
Griechenlands, recken sich die Gipfel der Timfi-Berge
2480 Meter dem Himmel entgegen. Braunbären leben im Dickicht
der Wälder, und über kahle Höhen streifen Grüppchen der
Wildziegen. Von den nahe gelegenen Dörfern führen die Wege über
die grünen Hügel der Hochplateaus oder über die alten, von
waghalsigen Karawanenführern in den Fels gehauenen Pfade an den Rand
eines Abgrundes: die Vikos-Schlucht.
Information
Anreise:
Mit Zug, Pkw, Bus oder dem Schiff über
Italien nach Igoumenitsa, von dort mehrmals täglich eine
Busverbindung nach Ioannina, zirka 2 Stunden.
Ausflüge in die umliegenden Dörfer
der Zagoria und den Vikos - Nationalpark sind von Ioannina
mit dem Bus möglich. Allerdings fahren nicht jeden Tag Busse dort
hin, deswegen ist es besser Sie schauen vorher unter
Fahrtzeiten nach.
Zahlreiche Wanderwege sind auf Karten verzeichnet.
In vielen Urlaubsorten in Epirus werden auch geführte
Ausflüge in die Zagoria Dörfer angeboten.
Termine:
Das Fest der Sarakatsani, am
ersten Wochenende im August im Dorf Gyftokambos, Grillen der
Lämmer.
Für Kinder:
gewaltiges Naturerlebnis
Dieser Artikel basiert u.a. auf dem Artikel
Zagoria aus www.epirus.de
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